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Äußerliche Merkmale - Typen
       D
er Siberian Husky ist eine "junge Rasse", die sich erst im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts zu dem Hund, der im heutigen Rassestandard beschrieben ist, entwickelt hat. Daher gehen im Ursprung nahezu alle Angehörigen dieser Rasse auf fast identische Foundation Dogs zurück. Erst im weiteren Verlauf und durch die Definition von Zuchtzielen, erfolgte eine Selektion nach bestimmten Merkmalen, die ein Züchter hervorheben und für seine Zucht verstärken wollte. Aus diesem Grund wurden für die Zucht vorgesehene Hunde nach unterschiedlichen Kriterien ausgewählt, die z. B. entweder dem eher sportlicheren Typ entsprachen, oder bei denen auf besondere Schönheit, wie u. a. die Fellfarbe geachtet wurde. Eine erhebliche Abweichung von dem als Ideal festgelegten Rassestandard, würde langfristig eine Veränderung jetzt rassespezifischer Eigenschaften bedeuten. Entscheidend ist deshalb, dass unabhängig von den jeweiligen Vorlieben eines Züchters, der Rassestandard als Maßstab zur Beurteilung eines Hundes gilt und die beiden Typen des Siberian Husky in der Ausprägung ihrer Merkmale innerhalb dieses Rassestandards liegen müssen.
     
 
Arbeitstyp
       S
iberians Huskies aus leistungsorientierten Zuchten können im Showring ebenso erfolgreich sein, wie auf dem Trail. Meistens ist den Besitzern die sportliche Aktivität jedoch erheblich wichtiger als der Einsatz im Showring. Dieser Siberian Husky wirkt etwas feingliedriger und leichtfüßiger, er ist oft weniger knochenstark, seine Schulterhöhe bewegt sich häufig an der oberen Größengrenze, die Rücken- und Beinlänge ist oft etwas ausgeprägter, der Rutenansatz manchmal etwas tiefer als bei den überwiegend im Showring anzutreffenden Huskies. Teilweise etwas längere Oberarme und ein schmalerer Brustkorb ermöglichen bei der Arbeit im Geschirr das vorteilhaftere Ausschreiten und einen besseren Raumgriff. Die oft längeren Beine wirken sehniger, die Neigung des Vordermittelfußes ist oft deutlicher ausgebildet und trägt zur Ausdauer und Leistungsfähigkeit des arbeitenden Hundes bei. Der Schädel ist meistens elegant geformt, etwas länger zum Fang, mit weniger ausgeprägtem Nasenstop und einem leicht schmaleren Oberkopf versehen. Wie auch beim Showtyp kommt es auf ausgewogene Proportionen und ein harmonisches äußeres Gesamtbild innerhalb des Rassestandards an.
     
 
Showtyp
       S
iberian Huskies, die aus Linien stammen, bei denen nach eher optischen Eigenschaften, als nach sportlichen Leistungen der Vorfahren selektiert wurde, bleiben ihrer Bestimmung nach trotzdem Arbeitshunde. Häufiger liegt die Priorität der Besitzer jedoch darin, Erfolge im Showring zu erreichen. Abgesehen von einigen Extremen, die weder erwünscht noch durch den Rassestandard erlaubt sind, zeichnet sich der Siberian Husky, der vorwiegend im Bereich des Ausstellungsgeschehens zu finden ist, dadurch aus, dass er u. a. etwas kompakter wirkt, über ein üppiges Fell und eine oft symmetrische Maske verfügt. Manchmal sind auch die Ohren kleiner, dicker und höher angesetzt, der Schädel ist im Oberkopfbereich häufig etwas breiter, der Fang oft etwas kürzer, der Nasenstop ist meistens ausgeprägter als bei Hunden aus Leistungslinien. Die Schulterhöhe liegt häufig im mittleren erlaubten Größenbereich, wodurch der Brustkorb etwas stärker und die Beine etwas kürzer wirken können. Insgesamt müssen die Proportionen dennoch dem Rassestandard entsprechend stimmen.
[ Autor: Nadja Robien | www.ambereyes.de ]
 
 
   
 
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